Keksentwicklung Tranche 4: Mate gibt’s ja auch in Kapseln aus der Apotheke… ^^

Mit Tee war mein Problem also nicht zu lösen, entschied ich.
Ich recherchierte im Netz, in welcher Form es Mate noch gibt und stieß auf Mate-Kapseln. Diese Kapseln enthielten, so sagte mir die Inhaltsangabe, Mate-Pulver, sonst nichts. Wenn man die Kapseln als konzentrierte Variante einnehmen konnte, dann musste man sie doch auch verdünnt in Kekse einbacken können! Natürlich wusste ich nicht, wie dieses Pulver aussehen, schmecken, riechen würde, aber wieder entschied ich mich einfach dazu, es auszuprobieren. Es war gar nicht so einfach eine Apotheke zu finden, die diese Kapseln auch vorrätig hatte. Auch online sah es nicht ganz so einfach aus, aber ich fand einen Shop. Der Versand sollte 3 Tage dauern, ich fasste es nicht!
Aber mir blieb nichts anderes übrig. Mich hatte das Mate-Back-Fieber erfasst und die nächsten Tage saß ich tatenlos auf heißen Kohlen. Das machte mich fertig.
Als endlich der GLS-Bote vor mir stand, war ich wirklich nicht mehr zu bremsen. Ab in die Küche ging es.


Die Kapseln an sich sahen wenig vertrauenswürdig aus und ich kam mir vor wie in der Drogenküche ;) Ich öffnete die Kapseln und entleerte mehrere davon, um an das Pulver zu kommen. Das Pulver sah nach Mate aus, roch so und die Verkostung ergab: definitiv Mate! Das war schon mal gut.

Dieses Mal fiel es mir wirklich schwer, abzuwarten, bis die Kekse aus dem Ofen kamen und dann abgekühlt waren. Aber sowohl die Teigfarbe als auch der Geschmack des rohen Teiges war sehr viel versprechend, das war endlich mal Mate-Aroma und Mate-Farbe!
Der fertige Keks wurde also schon fast zeremoniell zusammen mit meinem Freund verköstigt. Ich war so zuversichtlich, endlich das Richtige gefunden zu haben! Und ja, das Ergebnis war schon irgendwie ganz in Ordnung, aber es hat uns auch nicht vom Stuhl gehauen. Es schmeckte matig, aber auch nur, wenn man es wirklich wusste und genau hinschmeckte. Ich hatte die Konzentrierung des Pulvers schon sehr hoch gewählt. Noch mehr rein zu tun, war eigentlich keine Option. Die Kapseln waren recht teuer und mit noch mehr Pulver pro Keks würde das ganze einfach auch unerschwinglich…