Keksentwicklung Tranche 3: Mate in den Guss

Obwohl meine bisherigen Versuche, Mate-Tee als Grundzutat für meinen Keks zu verwenden, bislang nur fehlgeschlagen waren, wollte ich noch zwei letzte Ideen in die Tat umsetzen.

Vielleicht könnte man ganz normale Kekse backen und diese dann mit einem konzentrierten Mate-Guss „veredeln“. Ganz ehrlich, eigentlich gefiel mir der Gedanke nicht, weil es sollte ja der Keks sein, der nach Mate schmecken sollte, aber ich wollte auch ein wenig rumprobieren mit der Sache.
Für den Guss verwendete ich als Basis ganz normalen Zuckerguss, rührte den Puderzucker aber nicht mit Wasser an, sondern mit extra stark aufgekochtem Mate-Tee. Der Guss pur schmeckte wirklich köstlich :)
Auf dem Keks allerdings aufgetragen und ausgehärtet, verschwand der Effekt leider wieder ins fast Unerkennbare…

Keksvariante mit Mate-Guss

 

Auf die zweite Idee brachte mich der Freund meiner Schwester: er schlug vor, den Mate-Tee mit Zucker einzukochen und eine Art Gelee daraus herzustellen. Der Ansatz gefiel mir und wurde gleich am nächsten Tag umgesetzt. Ich kochte also Mate-Gelee ein, füllte die Sirup-artige Masse in eine flache Auflaufform und ließ sie erst mal richtig auskühlen. Ergebnis war wie gewünscht eine schnittfeste Masse, aus der ich kleine Würfel schnitt. Diese Würfel kamen nun als letzte Zutat in meinen bewährten Grundteig. Vorsichtig knetete ich sie ein, formte Kekse auf dem Backblech und schub das Ganze mit großen Erwartungen in den Backofen.

Was wir nicht bedacht hatten bei der Sache war, dass sich das Gelee natürlich unter Hitzeeinfluss wieder verflüssigt… Beim Backvorgang zerflossen die Würfel also und der Sirup begann, aus dem Keks herauszutreten und sich seinen Weg zu suchen. Als ich die Kekse aus dem Ofen holte, sahen sie nicht mehr so formschön aus, waren ganz flach und hatten an der Unterseite und den Rändern einen sichtlichen braunen Gelee-Rand.
Der obligatorische Geschmackstest war aber ganz gut, lecker schmeckten sie in der Tat, schön saftig! :)