Kategorie-Archiv: Keksentwicklung

Es gibt sie wieder!

Ich bin dran geblieben…. und die Mühen haben sich gelohnt. Ich freue mich riesig, Euch mitteilen zu können, dass Matekeks in die 2. Runde geht! :)

Ich habe eine Bäckerei gefunden, die die Matekekse für mich nach meinen Qualitätsansprüchen backt und verpackt. Es handelt sich um eine kleine Bio-Manufaktur in Niedersachsen.

Darüber hinaus erreichen Euch die Kekse in neuem Gewand. Ich habe eine schicke Verpackung designt mit allen Informationen, die ihr braucht.

Die Rezeptur ist ein wenig überarbeitet, die Kekse schmecken noch ein Stück besser!

Vielen Dank für Euer zahlreiches Feedback, das ich bei alldem im Hinterkopf hatte. Und natürlich bin ich weiterhin gespannt auf Eure Meinung! Schreibt mir gerne per Mail an friederike@matekeks.de.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit!

Eure Friederike

Keksentwicklung Tranche 1: flüssigen Tee in einen Keks??

Version 1.1
Zuerst musste ich mal rausfinden, in welcher Form es Mate überhaupt gibt. Tee, gut das lag auf der Hand. Aber wie will man Tee in einen Keks einbacken? Das erschien mir unmöglich. Aus Mangel an Alternativen versuchte ich es trotzdem. Eigentlich wollte ich ja einen richtigen, typischen „Keks“ backen, der in seiner Grundsubstanz ein Mürbeteig sein sollte. Wer sich ein klein bisschen mit dem Backen auskennt, sieht sofort: Mürbeteig an sich enthält keinerlei flüssige Zutat, da passte also etwas nicht! Also wich ich dann doch erst mal auf Hefeteig aus. Ich überlegte mir, dass man eine Art süße Mate-Mini-Schnecke backen könnte. Hierbei ersetzte ich die warme Milch, in der die Hefe normalerweise das Gären beginnt durch extra stark aufgebrühten Mate-Tee. Meine Bedenken, dass die Inhaltsstoffe der Mate die Gärung der Hefe behindern könnten, traten Gott sein Dank nicht ein. Der Teig quoll und quoll. Das Ergebnis schmeckte, ja, aber eben gar nicht nach Mate… das Aroma im Tee war zu schwach, die Menge an Tee, die ich verwenden konnte zu gering und dazu hat Hefe nun mal einen an sich auch nicht unverkennbaren Geschmack.
Fazit: Hefeteig ad acta! Und doch zum Mürbeteig?

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Keksentwicklung Tranche 2: losen Tee in einen Keks??

Gut, nun hatte ich also diesen Tee zu Hause, das Aufbrühen der Blätter brachte aber nicht den gewünschten, in seiner Stärke ausreichenden Geschmack in den Keks. Also dachte ich mich mir: wieso nicht mal Teeblätter zerhäckselt direkt in den Teeteig. Klingt komisch, fand ich auch, aber wieso nicht mal versuchen? So manches tolle Rezept ist ja schließlich mal aus einem Unfall heraus passiert (oder wie war das nochmal mit der Currywurst? ;).

Also nahm ich mein bewährtes Grundrezept für den Teig und streute einen guten Schwung Tee hinein. Schon beim Vorbereiten der Teeblätter verlor ich fast meine Lust an der Umsetzung der Idee. Ich musste nicht nur die Teeblätter möglichst klein schnippseln, sondern vorher erst mal verlesen und von den harten Stielen befreien. Das war wirklich mühsam. Nun dann, als ich endlich das Ergebnis hatte, das ich wollte, kippte ich also einen guten Schwung Tee-Flöckchen in den Teig. Gut aussehen tat der Keks, der dabei rauskam, das muss man wohl sagen! Aber leider schmeckte er gaaaar nicht! Gut, er schmeckte nach Mate, und wie (!) aber das Gefühl im Mund war einfach nur eklig. Als hätte man einen Teebeutel zwischen den Zähnen. Zudem hängten sich die kleinen Teeblätter, wenn sie erst mal  im Mund eingeweicht worden waren, ÜBERALL fest und man hatte noch lange danach etwas davon. Kein Zweifel, diese Umsetzungsidee war die schlimmste bislang :D

Keksentwicklung Tranche 3: Mate in den Guss

Obwohl meine bisherigen Versuche, Mate-Tee als Grundzutat für meinen Keks zu verwenden, bislang nur fehlgeschlagen waren, wollte ich noch zwei letzte Ideen in die Tat umsetzen.

Vielleicht könnte man ganz normale Kekse backen und diese dann mit einem konzentrierten Mate-Guss „veredeln“. Ganz ehrlich, eigentlich gefiel mir der Gedanke nicht, weil es sollte ja der Keks sein, der nach Mate schmecken sollte, aber ich wollte auch ein wenig rumprobieren mit der Sache.
Für den Guss verwendete ich als Basis ganz normalen Zuckerguss, rührte den Puderzucker aber nicht mit Wasser an, sondern mit extra stark aufgekochtem Mate-Tee. Der Guss pur schmeckte wirklich köstlich :)
Auf dem Keks allerdings aufgetragen und ausgehärtet, verschwand der Effekt leider wieder ins fast Unerkennbare…

Keksvariante mit Mate-Guss

 

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Keksentwicklung Tranche 4: Mate gibt’s ja auch in Kapseln aus der Apotheke… ^^

Mit Tee war mein Problem also nicht zu lösen, entschied ich.
Ich recherchierte im Netz, in welcher Form es Mate noch gibt und stieß auf Mate-Kapseln. Diese Kapseln enthielten, so sagte mir die Inhaltsangabe, Mate-Pulver, sonst nichts. Wenn man die Kapseln als konzentrierte Variante einnehmen konnte, dann musste man sie doch auch verdünnt in Kekse einbacken können! Natürlich wusste ich nicht, wie dieses Pulver aussehen, schmecken, riechen würde, aber wieder entschied ich mich einfach dazu, es auszuprobieren. Es war gar nicht so einfach eine Apotheke zu finden, die diese Kapseln auch vorrätig hatte. Auch online sah es nicht ganz so einfach aus, aber ich fand einen Shop. Der Versand sollte 3 Tage dauern, ich fasste es nicht!
Aber mir blieb nichts anderes übrig. Mich hatte das Mate-Back-Fieber erfasst und die nächsten Tage saß ich tatenlos auf heißen Kohlen. Das machte mich fertig.
Als endlich der GLS-Bote vor mir stand, war ich wirklich nicht mehr zu bremsen. Ab in die Küche ging es.

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Keksentwicklung Tranche 5: jetzt wird’s professionell!?

Es musste doch noch irgendwie anders klappen, die Mate und ihr Aroma in einen Keks einzubacken! Schließlich funktionierte es bei Mate-Limos und Mate-Bier doch auch. Mir kam zwar immer wieder der ernüchternde Gedanke, dass sich Mate vielleicht wirklich gut nur für Getränke verarbeiten ließ und in Limos und Bier das Gären bzw. Brauen verantwortlich für das starke Aroma war. Aber so schnell aufgeben wollte ich nicht. Ich machte mich also daran, im B2B-Markt der Lebensmittelindustrie herumzuforschen. Generell war es schon schwierig, überhaupt etwas über Mate-Lieferanten herauszufinden, aber ich fand einen, der laut Website alle möglichen Extrakte anbot. Ich griff zum Hörer. Jetzt im Nachhinein wirklich die beste Entscheidung :)

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