Keksentwicklung Tranche 2: losen Tee in einen Keks??

Gut, nun hatte ich also diesen Tee zu Hause, das Aufbrühen der Blätter brachte aber nicht den gewünschten, in seiner Stärke ausreichenden Geschmack in den Keks. Also dachte ich mich mir: wieso nicht mal Teeblätter zerhäckselt direkt in den Teeteig. Klingt komisch, fand ich auch, aber wieso nicht mal versuchen? So manches tolle Rezept ist ja schließlich mal aus einem Unfall heraus passiert (oder wie war das nochmal mit der Currywurst? ;).

Also nahm ich mein bewährtes Grundrezept für den Teig und streute einen guten Schwung Tee hinein. Schon beim Vorbereiten der Teeblätter verlor ich fast meine Lust an der Umsetzung der Idee. Ich musste nicht nur die Teeblätter möglichst klein schnippseln, sondern vorher erst mal verlesen und von den harten Stielen befreien. Das war wirklich mühsam. Nun dann, als ich endlich das Ergebnis hatte, das ich wollte, kippte ich also einen guten Schwung Tee-Flöckchen in den Teig. Gut aussehen tat der Keks, der dabei rauskam, das muss man wohl sagen! Aber leider schmeckte er gaaaar nicht! Gut, er schmeckte nach Mate, und wie (!) aber das Gefühl im Mund war einfach nur eklig. Als hätte man einen Teebeutel zwischen den Zähnen. Zudem hängten sich die kleinen Teeblätter, wenn sie erst mal  im Mund eingeweicht worden waren, ÜBERALL fest und man hatte noch lange danach etwas davon. Kein Zweifel, diese Umsetzungsidee war die schlimmste bislang :D

Keksentwicklung Tranche 3: Mate in den Guss

Obwohl meine bisherigen Versuche, Mate-Tee als Grundzutat für meinen Keks zu verwenden, bislang nur fehlgeschlagen waren, wollte ich noch zwei letzte Ideen in die Tat umsetzen.

Vielleicht könnte man ganz normale Kekse backen und diese dann mit einem konzentrierten Mate-Guss „veredeln“. Ganz ehrlich, eigentlich gefiel mir der Gedanke nicht, weil es sollte ja der Keks sein, der nach Mate schmecken sollte, aber ich wollte auch ein wenig rumprobieren mit der Sache.
Für den Guss verwendete ich als Basis ganz normalen Zuckerguss, rührte den Puderzucker aber nicht mit Wasser an, sondern mit extra stark aufgekochtem Mate-Tee. Der Guss pur schmeckte wirklich köstlich :)
Auf dem Keks allerdings aufgetragen und ausgehärtet, verschwand der Effekt leider wieder ins fast Unerkennbare…

Keksvariante mit Mate-Guss

 

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Keksentwicklung Tranche 4: Mate gibt’s ja auch in Kapseln aus der Apotheke… ^^

Mit Tee war mein Problem also nicht zu lösen, entschied ich.
Ich recherchierte im Netz, in welcher Form es Mate noch gibt und stieß auf Mate-Kapseln. Diese Kapseln enthielten, so sagte mir die Inhaltsangabe, Mate-Pulver, sonst nichts. Wenn man die Kapseln als konzentrierte Variante einnehmen konnte, dann musste man sie doch auch verdünnt in Kekse einbacken können! Natürlich wusste ich nicht, wie dieses Pulver aussehen, schmecken, riechen würde, aber wieder entschied ich mich einfach dazu, es auszuprobieren. Es war gar nicht so einfach eine Apotheke zu finden, die diese Kapseln auch vorrätig hatte. Auch online sah es nicht ganz so einfach aus, aber ich fand einen Shop. Der Versand sollte 3 Tage dauern, ich fasste es nicht!
Aber mir blieb nichts anderes übrig. Mich hatte das Mate-Back-Fieber erfasst und die nächsten Tage saß ich tatenlos auf heißen Kohlen. Das machte mich fertig.
Als endlich der GLS-Bote vor mir stand, war ich wirklich nicht mehr zu bremsen. Ab in die Küche ging es.

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Keksentwicklung Tranche 5: jetzt wird’s professionell!?

Es musste doch noch irgendwie anders klappen, die Mate und ihr Aroma in einen Keks einzubacken! Schließlich funktionierte es bei Mate-Limos und Mate-Bier doch auch. Mir kam zwar immer wieder der ernüchternde Gedanke, dass sich Mate vielleicht wirklich gut nur für Getränke verarbeiten ließ und in Limos und Bier das Gären bzw. Brauen verantwortlich für das starke Aroma war. Aber so schnell aufgeben wollte ich nicht. Ich machte mich also daran, im B2B-Markt der Lebensmittelindustrie herumzuforschen. Generell war es schon schwierig, überhaupt etwas über Mate-Lieferanten herauszufinden, aber ich fand einen, der laut Website alle möglichen Extrakte anbot. Ich griff zum Hörer. Jetzt im Nachhinein wirklich die beste Entscheidung :)

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Die Idee

Wer steckt hinter matekeks.de?

Mein Name ist Friederike. Ich backe für mein Leben gern und das schon von der Schulzeit an. Ich glaube, zu Abizeiten war ich fast die einzige, die sich immer auf die Sommerfeste, Weihnachtsmärkte und ähnliche Schulveranstaltungen freute. Fast einzig und allein deshalb, weil wieder in Massen Kuchen und Gebäck produziert werden konnte!
Diese Zeiten sind nun vorbei. Neben Job, Freund und Sport bleibt nicht so viel Platz, aber wenn, dann geht’s ab in unsere winzig kleine Küche – meine private Backstube. Dabei bin ich nicht der Typ, der darauf steht, z.B. bunte Cupcakes mit möglichst ausgefallenen Verzierungen und Zuckergüssen in bunten Farben zu kreieren. Es muss lecker sein, klar, aber zugleich gesund, irgendwie pur und natürlich und mit verlässlichen Zutaten!
Mir ist gute Ernährung wichtig. Meine Lieblingsspeise, so muss ich zugeben ist: Salat! Immer und überall. Aber genau so steckt in mir eine absolute Naschkatze, die so oft wie möglich zum Zuge kommen möchte. Aber eben nicht um jeden Preis..
Welch‘ Vorteil, wenn man selber backt und weiß, was drin steckt ;)

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